75 Jahre Bernafon

1946 - 1974

Hörgesundheit aus der Schweiz

Angefangen hat alles in der Schweiz, als der junge Hans Gfeller jr., Student der Ingenieurwissenschaften, das neue Hörgerät seines Vaters in den Händen hielt und daraufhin sein eigenes entwickelte.

1946

Wie alles begann

Mit zwei Produktionsstätten im Raum Bern war die Gfeller AG ein Telekommunikationsunternehmen, das vor allem für seine Telefone bekannt war. Trotz des Erfolgs, hielt die Geschäftsleitung stets Ausschau nach Expansionsmöglichkeiten. Der große Durchbruch kam, als der Firmeninhaber Hans Gfeller sen. von einer Reise in die USA mit einem neuen Hörgerät nach Hause kam. Sein Sohn, Hans Gfeller jr., war sehr vom Hörgerät angetan. Doch statt das damals Beste der Hörtechnik nur zu bewundern, nahm er kurzerhand einen Schraubenzieher und zerlegte das Hörgerät Stück für Stück. Kurz darauf begann er, über das Familienunternehmen seine eigenen Klangverstärker zu entwickeln und zu verkaufen.

  • Ein Besuch des Firmenkunden Schweizerische Post-, Telefon- und Telegrafenbetriebe (PTT), Hans Gfeller sen. fünfter von rechts.

  • Hans Gfeller jr. & Hans Gfeller sen., mit Hörgerät

Dezember


“Mit den Firmen A. Kunz & Co, Zürich, und E. Singer, Bern, wurde ein Vertrag über die Lieferung von 250 3-Lampen-Verstärkungsgeräten für Schwerhörige abgeschlossen, zum Verkaufspreis von 128 Schweizer Franken, Herstellungskosten inkl. Tests und Bau ca. 76 Franken. Ein Prototyp ist in Arbeit und wird in den nächsten Tagen fertig sein.”

Protokoll vom Firmenvorstand, 20. Dezember 1946

1949

Ein sofortiger weltweiter Erfolg

Das Interesse an den Gfeller Hörgeräten nahm auch außerhalb der Schweiz schnell zu. Bis 1949 wurden Verkaufsverträge bis nach Nordafrika und in den Nahen Osten abgeschlossen. Wenige Jahre später wurde die erste Verkaufsniederlassung in Stuttgart eröffnet.

  • Hörgeräte-Tests, ca. 1950

  • Hörgeräte-Produktion, ca. 1950

1954

Vom tragbaren zum Hinter-dem-Ohr Hörgerät

Das erste tragbare Hörgerät von Bernafon war ein zweiteiliges Gerät mit Röhrenverstärkern und einer Glühfadenbatterie, die der Nutzer in einer separaten Box mit sich tragen musste. Als die Transistoren immer kleiner wurden, stellte die Gfeller AG ihr erstes Hinter-dem-Ohr Hörgerät vor.

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Entwicklung von Mini-Röhren zum Transistor (Maßstab 1:2)

1975 - 1994

Expansion und Konsolidierung

Die Wirtschaftskrise von 1973 und der rasante technologische Wandel veränderte die Unternehmensstrategie. Um sich im immer härter umkämpften Markt zu behaupten, musste die Gfeller AG – hauptsächlich noch ein Telekommunikationsunternehmen – ihren gesamten Fokus auf Hörgeräte verlagern.

1982

Einführung der T-Serie

Die T-Serie war die erste, die mit integrierten Schaltkreisen und zwei kleinen Chips ausgestattet war und erwies sich als eindeutiger Erfolg. Mit weiteren Verfeinerungen in den Folgejahren war das Produkt so beliebt, dass es sogar bis 2002 produziert wurde.

1987

Ascom Firmengruppe

Die Gfeller AG schloss sich mit Autophon, Hasler und Zellweger zum Ascom-Konzern zusammen. Die neue Firmengruppe beschäftigte insgesamt 14.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Jahresumsatz von 2,2 Milliarden CHF.

Erstes digitales Hörgerät

Nach vier Jahren Entwicklungszeit war PHOX, das erste digital programmierbare Hörgerät der Welt, fertig.

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“Bisherige Geräte mussten von einem Hörakustiker mit einem Schraubenzieher eingestellt werden. Mit PHOX konnten Anpassungen mit einem Programmiergerät mit Intel-Prozessor durchgeführt werden. Es war möglich, Einstellungen für bis zu zehn verschiedene Parameter vorzunehmen.”

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“Bisherige Geräte mussten von einem Hörakustiker mit einem Schraubenzieher eingestellt werden. Mit PHOX konnten Anpassungen mit einem Programmiergerät mit Intel-Prozessor durchgeführt werden. Es war möglich, Einstellungen für bis zu zehn verschiedene Parameter vorzunehmen.”

1989

Hauptakteur in der Branche

“Mit großem Stolz konnte die Geschäftsleitung den Mitarbeitern und Aktionären mitteilen, dass der neue Konzern auf Platz 11 der weltweit größten Telekommunikationsunternehmen ist.”

1992

Übernahme der Bosch Hörgeräteaktivitäten

Mit der Übernahme der Hörgeräteaktivitäten der Robert Bosch GmbH wächst das Unternehmen weiter. Im selben Jahr eröffnete das Unternehmen eine eigene Verkaufsniederlassung in Berlin.

1994

Verkauf von Ascom Audiosys an William Demant Holding

"Im Rahmen einer neuen Strategie des Ascom-Konzerns wird beschlossen, verschiedene Aktivitäten auszulagern. Infolgedessen wird die Produktion von Hörgeräten von dem dänischen Unternehmen William Demant übernommen."

1995 - 2021

Mit Innovationen am Start

Nach der Übernahme durch die William Demant Holding – mit einem stark im Hörgerätebereich verwurzelten Kerngeschäft – begann die Zusammenarbeit in der Produktion und Logistik. Die Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb blieben getrennt und wurden unabhängig voneinander durchgeführt.

1995

Umbenennung und neuer Hauptsitz

Die verschiedenen Geschäftsbereiche werden in Bernafon umbenannt. Erstmals verbindet und verweist Bernafon auf das Produkt, die Firma dahinter und den neuen Hauptsitz in Bern-Bümpliz.

Bernafon auf Innovationskurs


1999

Smile

Erstes volldigitales Hörgerät

2002

Symbio

Weltweit erstes ChannelFree™ Hörgerät

2007

Brite

Preisgekröntes Design mit externem Hörer

2012

Chronos

Nano RITE Hörgerät mit Feedback Canceller

2018

Zerena

Erstes mit Smartphones kompatibles Hörgerät

2019

Viron

Erstes wiederaufladbares Hörgerät mit Lithium-Ion-Akku

2019

Leox

Power-Hörgerät mit True Environment Processing™ für schweren Hörverlust

2020

Alpha

Weltweit erstes Hörgerät mit Hybrid Technology™

2021

Neue Möglichkeiten für die Zukunft

Dank einer klaren Ausrichtung und Fokussierung auf leistungsstarke Produkte, führende Technologie und außergewöhnlichen Service entwickelt sich Bernafon weiter und baut seinen Marktanteil stets aus. Die Kunden- und Nutzerbedürfnisse sowie -erwartungen in einer sich wandelnden Branche sorgen für spannende Jahre in der Zukunft.

“Gemeinsam ermöglichen wir Menschen, besser zu hören und zu kommunizieren.”

“Gemeinsam ermöglichen wir Menschen, besser zu hören und zu kommunizieren.”